GWD Minden will wieder ganz nach oben!


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GWD Minden will wieder ganz nach oben! Die Mannschaft macht sich schon mal fit für die Saison 2010/2011.
Die 2.Handball Bundesliga nimmt für GWD Minden konkrete Formen an. Doch sie wollen zurück nach oben in die 1.Bundesliga. Optimistisch blickt Manager Horst Bredemeier in die Saison-Zukunft. “Unsere Zielsetzung ist natürlich wieder aufzusteigen!”

Das Ziel ist der sofortige Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. GWD-Manager und Vorsitzender Horst Bredemeier äußerte sich im Interview mit MT-Sportredakteur Jürgen Knicker zu den Personalfragen, den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der sportlichen Entwicklung des Traditionsvereins.

Heute ist Trainingsauftakt. Sind bereits alle Spieler dabei?

Nein. Die beiden Junioren-Nationalspieler Nils Dresrüsse und Christoph Steinert sowie unser neuer Spielmacher Dalibor Doder werden fehlen. Die Junioren bereiten sich auf ihre EM in der Slowakei vor. Doder hat aufgrund der Tatsache, dass er mit Schwedens Nationalmannschaft gerade ein Trainingslager absolviert hat, eine Woche Extra-Urlaub erhalten.

Sind alle Neuen bereits spielberechtigt?

Wir haben alle nötigen Formalitäten erledigt. Für Freundschaftsspiele sind die Spieler freigegeben. Die offiziellen Freigaben müssen noch abgewartet werden. Unser Ziel ist es, alle Akteure bei unserem Sportmenü am 25. Juli spielberechtigt zu haben.

Sind nach der geplanten Verpflichtung von Marian Hunady alle Personalplanungen abgeschlossen?

Nein. Die drei aktuell vertragslosen Spieler Barna Putics, Damian Wleklak und Evars Klesniks werden im Training dabei sein. Abhängig von unserer finanziellen Situation ist geplant, einen dieser drei Spieler zum Ende der Vorbereitung noch unter Vertrag zu nehmen.

Gibt es inzwischen einen Vertrag für den Trainer Ulf Schefvert?

Ja. Er hat bis 2012 bei uns unterschrieben. Natürlich gibt es in mehreren Verträgen Klauseln, die an den erhofften Bundesliga-Aufstieg gekoppelt sind.

Wie groß wird der Kader von GWD Minden sein?

Der Kader umfasst 16 Spieler. Davon sind für unsere Drittliga-Reserve die Spieler Sören Südmeier, Jannik Oevermann, Christian Skusa und Markus Fuchs eingeplant. Wir sprechen intern von 12 plus 2. Wir meinen damit, wir haben acht U-23-Spieler, wovon sieben aus dem Nachwuchs von GWD kommen. Der achte Spieler dieser Kategorie ist Christoph Steinert aus Magdeburg. Den Stamm bilden die acht international erfahrenen Spieler, wobei sie auf jeder Position durch einen Youngster ergänzt werden.

Wie sehen die Ziele des Klubs in der nächsten Saison aus?

Natürlich ist es unser Ziel, wieder aufzusteigen. Wir wissen jedoch, dass wir als Favorit in dieser Gruppe von jedem Gegner gejagt werden. Besonders in den Auswärtsspielen wird man dem Favoriten ein Bein stellen wollen. Das wird eine richtig schwere Saison. Wir verfügen auch nicht über die Klasse, die Teams wie die Füchse Berlin oder TuS N-Lübbecke vor zwei, drei Jahren bei ihren Meisterschaften hatten.

Wie hoch wird der Saisonetat sein?

Der liegt nicht mehr bei 2,6 Millionen Euro wie in der 1. Bundesliga, sondern nur noch bei 2,0 Millionen Euro. Gegenüber der letzten Serie müssen also im Personalbereich 600 000 Euro eingespart werden. Wir sind ein wenig stolz, dass wir bereits zum jetzigen Zeitpunkt unterschriebene Sponsoringverträge über 1,75 Millionen Euro haben. 1,8 Millionen möchten wir hier gerne erreichen. Dann fehlen noch 200 000 Euro, die wir durch Zuschauer-Eintrittsgelder abdecken möchten. Wir kalkulieren mit einem Schnitt von 1 500 Zuschauern in der Kampa-Halle.

Wo gibt es Einbußen gegenüber der letzten Bundesliga-Saison?

Uns fehlen die 150 000 Euro aus den TV-Verträgen sowie 160 000 bis 170 000 Euro aus Zuschauer-Einnahmen. Außerdem gibt es im Marketing-Bereich Einbußen von 300 000 Euro.

Sind viele Sponsoren nach dem Abstieg abgesprungen?

Kaum. Der Großteil der Sponsoren ist konstant geblieben. Einige wenige haben ihre Beiträge reduziert.

Was kann man zur sportlichen Entwicklung der Mannschaft sagen?

Ich denke, dass wir mit Persson im Tor sowie Schmidt, Madsen, Doder, Hunady, Gylfason und Andersson eine Stammsieben haben werden. Dann wird es interessant sein, wie sich Spieler wie Janis Helmdach oder Georg Auerswald und auch Nils Dresrüsse im Tor entwickeln. Die jungen Spieler haben es schwerer als in der ersten Liga, weil sie jetzt viel stärker gebraucht werden. Aber das wird auch reizvoll für alle, denn Spieler wie Sören Südmeier oder Jannik Oevermann haben natürlich viel Talent.

Wer sind die wichtigsten Rivalen im Kampf um den Aufstieg?

Ich glaube, dass es eine breite Spitze geben wird. Natürlich muss man da den TV Emsdetten nennen, aber auch HSG Nordhorn-Lingen oder die beiden Traditions-Ost-Klubs Empor Rostock und Post Schwerin. Schwer einzuschätzen sind traditionell sehr heimstarke Vereine wie Tusem Essen oder VfL Bad Schwartau. Das Spieljahr 2010/2011 wird ein wenig unberechenbar, denn jeder will mindestens Neunter werden, um sich für die einteilige 2. Liga 2011 zu qualifizieren.



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